Ernährungsumschau
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Über Obst und Gemüse werden viele verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe aufgenommen. © altrendo images/Stockbyte/Thinkstock

Sekundäre Pflanzenstoffe: Frisches Gemüse statt Tabletten

  • 10.06.2015
  • News
  • Redaktion

Eine hohe Zufuhr sekundärer Pflanzenstoffe verringert das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Immer mehr Ergebnisse aus epidemiologischen Studien belegen außerdem, dass diese Substanzen das Risiko für verschiedene Krebsarten senken. Mittlerweile gibt es eine breite Palette an Nahrungsergänzungsmitteln mit isolierten sekundären Pflanzenstoffen. Doch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) warnt davor, anstatt zu Obst und Gemüse zu industriellen Präparaten zu greifen.

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Von Antioxidantien in Tablettenform rät die DGE ab. © limpido/iStock/Thinkstock

Einige wirken cholesterolsenkend, andere verbessern die Funktion der Blutgefäße oder senken den Blutdruck: Sekundäre Pflanzenstoffe gelten als „Wunderwaffe". Tatsächlich sind ihre antioxidativen, entzündungshemmenden und antibakteriellen Wirkungen aus Tier- und experimentellen Studien bekannt, wie die DGE mitteilt.

Von Nahrungsergänzungsmitteln mit isolierten sekundären Pflanzenstoffen rät die Gesellschaft allerdings ab. Über pflanzliche Lebensmittel würden mehrere Tausend verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe aufgenommen. Zudem sei für die gesundheitsfördernde Wirkung möglicherweise die Zufuhr von verschiedenen Pflanzenstoffen im Verbund eines Lebensmittels notwendig. Laut DGE könne dies ein einzelnes Präparat nicht leisten.

Vorsicht vor einer Überdosierung

Auch der gegenwärtige Trend der Lebensmittelindustrie, funktionelle Lebensmittel auf der Basis einer Anreicherung mit sekundären Pflanzenstoffen auf den Markt zu bringen, berge die Gefahr einer Überdosierung. Die Sicherheit derartiger Maßnahmen kann heute noch nicht abgeschätzt werden.

Um möglichst viel von dem großen Spektrum an sekundären Pflanzenstoffen aufzunehmen, empfiehlt die DGE mehr Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst, Nüsse, Samen, Kartoffeln und verschiedene Vollkornprodukte in die Mahlzeiten zu integrieren. Verbraucher sollten die Vielfalt des Angebots an Gemüse und Obst nutzen und verschiedene Gemüse- und Obstarten roh und gegart kombinieren.



Weitere Informationen:

Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)

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