Ernährungsumschau
Korb mit Grünkohl. © alice dias didszoleit / iStock / Thinkstock
Für Vitamin K1 (Phyllochinon) sind grüne Gemüse- und Kohlsorten wie Grünkohl, Spinat und Brokkoli eine gute Quelle. © alice dias didszoleit / iStock / Thinkstock

Essenzieller Mikronährstoff: Vitamin K – ein Update

  • 28.11.2017
  • News
  • Redaktion

Neben seiner Bedeutung für die Blutgerinnung werden Vitamin K weitere Funktionen wie etwa eine Beteiligung an der Mineralisierung der Knochen zugesprochen. Im ersten Teil eines zweiteiligen Updates über die ernährungswissenschaftlichen Grundlagen zu Vitamin K geht Autorin Alexandra Schek auf das Vorkommen in der Nahrung, auf Verzehr, Metabolismus, Funktionen und Biomarker ein.

Die Funktionen des Vitamin K lassen sich in hepatische, die Blutgerinnung betreffende, und extrahepatische Funktionen unterteilen. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Referenzwerte für eine angemessene Vitamin-K-Zufuhr von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE), Österreichischen Gesellschaft für Ernährung (ÖGE) und der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE), die die Blutgerinnung gewährleisten sollen, in jedem Lebensalter erreicht werden. Studien, die über die Blutgerinnung hinausgehende Funktionen untersucht haben, fanden jedoch keine Berücksichtigung.

Autorin Schek befasst sich außerdem mit Vitamin-K-Antagonisten und einer hierbei eventuell auftretenden Beeinflussung von Ernährungsgewohnheiten. Vitamin-K-Antagonisten sind die seit 60 Jahren am häufigsten eingesetzten antikoagulativ wirkenden Medikamente. Sie gehören zur Arzneimittelgruppe der Antithrombotika, die auch Blutgerinnungshemmer oder Blutverdünner genannt werden. Es handelt sich um Derivate des Cumarins, eines aromatischen sekundären Pflanzenstoffs, der beispielsweise in Steinklee, Liebstöckel und Waldmeister vorkommt und als Rodentizid (Rattengift) Verwendung findet.

Auch das sogenannte "Kalzium-Paradoxon" wird behandelt: Es beschreibt das Phänomen, dass mit zunehmenden Alter eine verstärkte Kalzifizierung der Arterien mit gleichzeitiger Abnahme der Knochendichte einhergehen kann. Ob ein kausaler Zusammenhang zwischen vermindertem Kalziumeinbau in die Knochen und vermehrter Kalziumeinlagerung in die Gefäße im Sinn eines „bone-vascular cross talk“ besteht oder ob es sich um ein pathophysiologisches Artefakt handelt, ist noch unklar. Ein gemeinsamer pathogener Faktor könnte jedoch ein (sub-)klinisches Defizit an Vitamin K2 (Menachinon) sein.



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