Ethik in der Diätetik

DiätassistentInnen im Spannungsfeld zwischen therapeutischem Auftrag, PatientInnen-Autonomie und Planetary Health

Ernährung stellt ein besonders kontroverses Themenfeld dar, welches in hohem Maße durch eigene Wertevorstellungen und Emotionen geprägt wird. PatientInnen bzw. KlientInnen wägen zwischen evidenzbasierten Empfehlungen, gesellschaftlichen Erwartungen und ergänzenden, die eigene Lebensqualität verbessernden komplementärmedizinischen Maßnahmen ab [1]. Dabei werden auch ökologische Faktoren der Ernährung zunehmend als bedeutsam wahrgenommen.

DiätassistentInnen haben die Aufgabe, Personen zur Umsetzung eines gesundheitsförderlichen Essverhaltens zu befähigen. Hierbei stehen sie in einem Spannungsverhältnis zwischen PatientInnen-Wohl, ökonomischen, politischen und sozialen Interessen [2]. Ein aktuelles Beispiel ist die Planetary Health Diet der EAT-Lancet-Kommission [3]. Der Grat zwischen Erfüllung des beruflichen/ therapeutischen Auftrags, der Achtung von Autonomie und Willen der betroffenen Person sowie einer klimagerechten Ernährung ist zuweilen schmal. Um den Anspruch einer professionellen und angemessenen diätetischen Versorgung sicherzustellen, ist eine ethische Reflexion von Interventionssituationen notwendig. ...



Die vollständigen Mitteilungen des VDD finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 3/2023 auf den Seiten M186 bis M188.

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