Nahrungsergänzungsmittel - Mehr als 250 mg Magnesium pro Tag nicht empfehlenswert

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt anhand neuer Daten davor, dass die erhöhte Zufuhr von Magnesium zusätzlich zur Mineralstoffaufnahme über die normale Ernährung zu Durchfällen führen kann.

Magnesium ist ein beliebtes Nahrungsergänzungsmittel, zu viel davon kann jedoch zu Durchfällen führen.
Magnesium ist ein beliebtes Nahrungsergänzungsmittel, zu viel davon kann jedoch zu Durchfällen führen.

Das BfR stützt seine Bewertung auf Ergebnisse neuerer Humanstudien und die vom Wissenschaftlichen Lebensmittelausschuss der Europäischen Union (SCF), einem Vorläufergremium der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA), abgeleitete Tageshöchstmenge für zusätzliche Magnesiumzufuhren. Demnach wurden bei Einnahme von bis zu 250 mg/Tag Magnesium zusätzlich zur Aufnahme über die normale Ernährung keine Durchfälle beobachtet.

Diese Tageshöchstmenge gilt für Personen ab 4 Jahren. Für Kleinkinder unter 4 Jahren kann laut BfR aufgrund fehlender Daten keine Tageshöchstmenge abgeleitet werden. Empfohlen wird, die Tageshöchstmenge auf mindestens zwei Einnahmen pro Tag zu verteilen, da in den meisten Studien zur Bestimmung der Höchstmengen die Magnesiumzufuhr über zwei oder mehr Portionen pro Tag erfolgte und dies vermutlich die Verträglichkeit erhöht.



Magnesium

Das Mengenelement Magnesium ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff, der u. a. für die Mineralisierung von Knochen und Zähnen benötigt wird. Die Absorption erfolgt passiv und aktiv im Dünndarm. Gute Magnesiumquellen sind z. B. Fisch, Fleisch, Nüsse, Hülsenfrüchte, Getreide und grünes Gemüse. Ist der Körper überversorgt, reagiert er neben Durchfall auch mit Übelkeit oder Hypotonie.



Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Pressemeldung vom 12.12.2017



Diesen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 1/2018 auf Seite M9.

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